Man denkt ja eigentlich, man hätte schon alles erlebt in der Filmwelt. Eine 3D-Welle, die einfach jedes Genre ergreift: Von Dokus über Höhlenmalerei („Die Höhle der vergessenen Träume 3D“ von Werner Herzog) bis zu Kindheitsklassikern („Der König der Löwen“) gibt es gerade alles in 3D zu sehen), Filme über Brettspiele (Schiffe versenken) und Horrorthriller über einen Autoreifen als Serienkiller („Rubber“ von Quentin Dupieux) – was soll einen da noch überraschen?
Zum Beispiel die Tatsache, dass neben all den riesigen Blockbustern und feinsinnigen Charakterdramen dieses Jahr tatsächlich ein schwarzweißer Stummfilm aus Frankreich der heißeste Oscarfavorit ist.
Im Moment scheint einfach jeder, der über Kino redet, auch über „The Artist“ zu reden. Nach Auszeichnungen in Cannes, bei den Golden Globes und allen anderen wichtigen Verleihungen dieser Award-Season, konnte der ungewöhnliche Film nun tatsächlich auch zehn Nominierungen für die Oscars einfahren und gilt damit als der heißeste Kandidat. Gestern ist der Film nun in Deutschland angelaufen, und Klapperstrauß verrät euch natürlich gerne, was es mit der ganzen Sache auf sich hat.


