Angezockt: Super Mario Galaxy 2

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Von der Fachpresse wurde der erste Trip des weltbekannten Klemptners ins Universum bereits mit Lobeshymnen überschüttet. So hagelte es Traumwertungen von beispielsweise 96 % (N-ZONE), die Super Mario Galaxy zum bisher besten Wii-Spiel erklärten. Dem kann man eigentlich auch kaum widersprechen, denn besser kann man das Genre Jump & Run auf der Wii einfach nicht umsetzen. Allerdings hat das Spiel mich persönlich nicht vollends überzeugt, da der Vergleich mit einem legendären Super Mario 64 natürlich zu jeder Zeit nahe liegt. Nun hat Nintendo also den zweiten Teil herausgebracht, der ebenfalls die 96 % des Vorgängers einheimsen konnte. Ob ich das nach etwa einem Drittel des Spiels genauso sehe, lest ihr hier…

Ich bin schon relativ missmutig ins Spiel gestartet, da ich ein bisschen von Nintendo enttäuscht war. Wieso wärmen sie den Vorgänger einfach mit ein paar neuen Ideen auf, anstatt ein komplett neues Spielerlebnis zu basteln? Klar, es wird Traumwertungen kassieren und sich verkaufen wie warme Semmeln. Ich habe also erwartet, dass man das Spiel problemlos in den ersten Teil kleistern kann, ohne einen Unterschied zu bemerken. Und genauso ist es auch! Super Mario Galaxy 2 fühlt sich an wie ein Add-On, und nicht wie ein eigenständiges Spiel.

Zu meckern gibt es aber sonst mal wieder so gut wie nix. Die Spielbarkeit, die Grafik, der Soundtrack, die Steuerung… alles schlichtweg grandios. Nur in Sachen Story hapert’s traditionell mal wieder total. Aber eine andere Story als Bowser klaut Prinzessin Peach will man als Mario-Fan ehrlich gesagt auch gar nicht. Was ich nicht gut finde, ist – wie schon im ersten Streich – die Tatsache, dass man in jeder kleinen Galaxie vielleicht zwei bis drei Sterne holt und sie dann nie wieder besucht. Auch ändert sich die Levelstruktur für jeden Stern, sodass das Spiel ziemlich linear wird. Das fand ich auf dem N64 deutlich besser: Man konnte in jeder Welt sieben reguläre Sterne finden, spielte viel freier und musste einen Level auch mal erforschen. Heute ist alles mehr auf Casual-Gaming zugeschnitten. Man will schnell zum Erfolg kommen, denn Zeit ist Geld und als 40-jährige Hausfrau muss eben auch nochmal die Wohnung geputzt werden… Diese Kritik wiegt jedoch nicht allzu schwer und so ist das Spiel zu 100 % jedem zu empfehlen, der Teil 1 noch nicht gezockt hat. Wer diesen bereits kennt, kann sein Geld aber trotzdem in das Spiel investieren, denn man bekommt ein sehr hochwertiges Produkt und hohen Spielspaß. Übrigens: auch am Umfang gibt’s mal gar nix zu meckern. Wenn ihr die obligatorischen 120 Sterne gesammelt habt, tauchen gleich nochmal so viele in grün auf – ein sattes Paket! Ich werd’s aber wohl erstmal beiseite legen, da ich andere Hochkaräter wie etwa Red Dead Redemption zocken möchte. Außedem kann ich bei Mario jederzeit wieder einsteigen, da man die Steuerung nicht verlernt und die Story zu keiner Zeit vergessen kann… Es stimmt also; optimal für’s Gelegenheitsspiel.

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