Schuld sind die Programmplaner – Ein kurzes Fazit nach dem Deutschlandstart von Glee

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Das, was ihr in dem Video seht, ist ein Glee-Flashmob in Essen. Organisiert hat den vor kurzen Super RTL, als virale Marketingkampagne zum Deutschlandstart der weltweiten Hit-Serie Glee. Insgesamt hat sich die RTL-Gruppe die Werbung für Glee einiges kosten lassen. Nachdem die Serie inzwischen schon in ungefähr 30 Ländern läuft und fast überall ein riesiger Erfolg ist, hat es die Serie nun endlich auch ins deutsche Fernsehen geschafft (wir berichteten). Angesichts der Werbemaßnahmen hatte RTL scheinbar große Hoffnungen in einen ähnlichen Erfolg der Serie bei uns. Nach dem Start muss man sagen: Vergeblich.

Die ersten zwei Folgen, die gestern Abend liefen, lagen bei 4,1 % und 4,5 % Marktanteil. Das ist zwar ganz gut für Super RTL, aber gemessen am internationalen Erfolg der Serie lächerlich. Und die Schuld dafür muss sich die Programmplanung ganz alleine geben.

Nach dem Klick vier Gründe für dafür.

1. Der Starttermin:

In den USA läuft die Serie seit Mai 2009. In grob 30 Ländern der Welt wird sie inzwischen ausgestrahlt. 32 Folgen sind bisher produziert. Und das deutsche Fernsehen kommt erst jetzt. Einfach nur ein Witz. Die verantwortlichen Programmchefs können sich nicht über schwindende Zuschauerzahlen und Werbeeinnahmen beschweren, wenn sie so Trends verpennen. Wen die Serie wirklich interessiert, hat genug Zeit, sich das Original zu besorgen.

2. Der Sender:

Eine Schande, dass sich die RTL-Gruppe nicht traut, diese Serien auf ihrem Hauptsender zu zeigen. Stattdessen wird sie auf den kleinen Kindersender Super RTL abgeschoben, womit man die Gefahr nur vergrößert, dass die Serie falsch abgestempelt wird.

3. Die Vorpremiere:

Einen Tag vor dem eigentlichen Start lief Glee dann doch auf RTL. Die Idee, den Piloten der Serie dort als Vorpremiere zu zeigen, ist eigentlich nicht dumm. Nur hat es die Programmplanung dann eben doch versaut. Die „große“ Vorpremiere lief am Sonntagmittag. Der amerikanische Glee-Sender FOX hat das viel schlauer gemacht und die Premiere mit einer Ausgabe von „American Idol“ gekoppelt. Das hat sich ausgezahlt. Warum RTL am Samstagabend nach „DSDS“ keinen Platz für die Serienhoffnung hatte, ist unverständlich.

4. Die Wiederholung:

Dreister geht Programmplanung kaum: Nach dem die ersten zwei Folgen von Glee gestern gelaufen waren, setzte Super RTL einfach gleich noch einmal von vorne an und wiederholte diese beiden Folgen direkt. Zwar ist das kein Grund für die schlechte Quote der Premiere, aber so gewinnt man keine Fans, so erzeugt man nur Übersättigung.

Bleibt letztlich nur zu hoffen, dass sich doch noch einige Menschen am Montagabend zu Super RTL verirren. Große Hoffnungen habe ich nicht. Dramatisch ist das ganze aber sowieso nicht. Mir bleibt ja zum Glück die Originalversion.

Abschließend ein großer Loser-L für die Programmplaner von RTL!

(Quelle: Kress)

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