Unser Song für Deutschland ist gefunden

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Um unser Lena-Roundup zum Eurovision Song-Contest abzuschließen, hier noch ein Kommentar zum Finale.

lena meyer-landrut portrait

Es ist vollbracht, wir haben endlich unseren Song für Düsseldorf! Und es war anstrengend. Aber zunächst einmal die Meldung des Tages: Der Favorit des Klapperstrauß-Teams „Taken by a Stranger“ hat gewonnen! Und zwar völlig zurecht. Wenn wir mit einem der präsentierten Songs eine Chance haben werden, dann mit diesem. Denn Stefan Raab hat es schlichtweg auf den Punkt gebracht: „Wenn man am Abend des Contests 30 Lieder gehört hat, wird man sich danach genau an diesen erinnern.“ Zum einen ist es die Innovation, die der Titel mit sich bringt, zum anderen eine „neue“ Lena. Außerdem hat „Taken by a Stranger“ einfach was und kann – zumindest beim ersten Hören – durchweg fesseln. Also, wir sind zuversichtlich, das Maximum beim Grand Prix rausholen zu können und tippen auf eine Platzierung unter den Top-5. Hier nochmal der Song. Außerdem könnt ihr alle Einzelkritiken der Songs nochmal nachlesen – und zwar hier sowie hier.

„Taken by a Stranger“

Aber nun etwas kritischer. Was zum Teufel war denn das für eine miserable Show, liebe ARD und liebes Pro 7?! Dass wir alle Songs nochmal hören werden, war klar. Aber dass man soviel Redundanz in zwei Stunden packen kann, hätten wir nicht für möglich gehalten. Selbst die Beiträge zu den Komponisten waren exakt aus den Halbfinals entnommen (ich sage nur: „lass ma nich die 4tel dinger da machen…“). Kurz vor der ersten Abstimmung dann der Hammer: Opdenhövel lässt durchsickern, dass zwei der sechs Lieder ins Finale-Finale kommen und noch einmal präsentiert werden. Dies wär der perfekte Moment zum Abschalten gewesen. Es folgten also der Gewinner-Song sowie die Ballade „Push Forward“ zum zweiten Mal. Gähn. Im Halbschlaf am Küchentisch bekamen wir dann mit, wie auf bemerkenswert unspektakuläre Weise ein Diagramm den Gewinner abbildete. Dies dauerte etwa zweieinhalb Sekunden. Zum Abschluss dann aber noch ein Mega-Hammer: Opdenhövel eröffnet uns, dass es den Sieger-Titel nun tatsächlich noch ein drittes Mal zu bestaunen geben wird! Jetzt wurde es selbst Lena zu bunt, was sie mit einer entnervten Grimasse zum Besten gab. Die letzten Worte Lenas hätten die Sendung nicht besser abrunden können; mit herrlicher Ironie ruft sie ins Publikum: „Und diesen Song werdet ihr jetzt noch sooo oft hören…“. Während der Melodie der Eurovision sind wir uns dann einig: die Show an sich war so schlecht nicht, doch spätestens das Finale hätte etwas Frische vertragen können und war definitiv kein Freitagabend-Highlight.

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