New Kids Turbo

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Welches Kino sieht es schon gern, wenn ein Haufen Kerle (und Mädels) in Jogginghosen, mit Vokuhila und Adiletten und vor allem Dosenbier in den Saal einfällt, um während der kompletten Vorstellung lauthals den Film zu kommentieren?

Die Zahl dürfte gegen Null tendieren. Und doch darf ich mit Freude bekanntgeben, dass sich das Klapperstrauß-Team genau diese Mühe gemacht hat, um dem geneigten Leser eine praxisgerechte Bewertung von „New Kids Turbo“ präsentieren zu können.

New Kids Turbo

Wer New Kids nicht schon vorher kannte, dem sei die Seite mit dem ganz hervorragenden Titel eynewkidsjunge.de ans Herz gelegt, auf der man ab 22 Uhr alle Clips der ersten Staffel der Serie bewundern kann.

Ich muss ehrlich sein: Von der Handlung des Films war ich überrascht. Er hatte eine, daran erinnere ich mich noch (das Dosenbier tat seine Wirkung). Die Wirtschaftskrise trifft auch das schöne Maaskantje – und die New Kids verlieren ihren Job. Wunderbar! Freibier, bezahlt vom Staat, Junge! Aber das aggressive und asoziale Verhalten der Jungs führt schließlich dazu, dass ihnen das Arbeitslosengeld gestrichen wird – ersatzlos.

Die Konsequenz ist logisch – „Wir bezahlen für gar nix mehr, Junge!“ Ab da hab ich nicht mehr ganz durchgeblickt. Irgendwann werden holländische Spezialeinheiten auf Richard, Barri und die anderen angesetzt, Maaskantjes Nachbardorf dem Erdboden gleichgemacht und natürlich eine Menge Leute überfahren. Ach ja, und dann gibt es diesen Fernsehreporter, der die New Kids begleitet.

Klingt wirr? Ja, mag sein, aber im Ernst: Wer mit der Erwartung, ein cineastisches Meisterstück zu sehen, ins Kino gegangen ist, ist selbst schuld. Die Tatsache, dass die Klapperstrauß-Redaktion das ganze Kino mit simplen „So ein Feuerball!“-Rufen erheitern konnte, zeigt aber, dass sich der durchschnittliche Zuschauer auf das Niveau des Films einlässt.

New Kids Turbo

Und dann bekommt man auch genau das, was man sehen will: Eine anderthalb Stunden lange New Kids-Folge. Voll mit Unflätigkeiten, Dosenbier, Trainingsanzügen, bizarrem, überzogenem Situationshumor, allen Nebencharakteren aus der Serie, Sex mit Schwangeren (Achtung, Spoiler: „Rikkert ist keine Jungfrau mehr!“) – und sogar dem Roten.

Einzig und allein die supergeile Theme Music der Serie hat im kompletten Film gefehlt. Aber wer was als auf sich hält als echter Fan, hat die natürlich als Klingelton am Start.

Fazit: Ein in allen Belangen hervorragender und uneingeschränkt zu empfehlender Film für die ganze Familie!

POST-DISCLAIMER:

Obwohl der Autor beim Verfassen dieses Textes nicht unter dem Einfluss von Alkohol stand, tat er das doch bei der Recherche. Alle Einzelheiten zur Story des Films, die in diesem Artikel genannt werden, können vollkommen missinterpretiert, falsch erinnert oder schlichtweg fantasiert sein.

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