Konzertbericht: Bon Jovi in Mannheim, 16.7.2011

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Schon auf der Fahrt nach Mannheim konnte man Erschreckendes über das Bon-Jovi-Klientel hierzulande erfahren. In den Autos mit riesigen Rückscheibenaufklebern schienen immer zwei oder drei anscheinend aufgeregte Frauen mittleren Alters zu sitzen. Da die Parkplatzsituation am Mannheimer Maimarktgelände aber unerträglich ist, hatte ich auf dem ewig langen Fußmarsch noch mehr Gelegenheit, etwas über die Zielgruppe der selbsternannten „Biggest Rock n’ Roll Band on Earth“ zu erfahren.

Achso, und mir das Konzert der „The Circle“-Welttour von Bon Jovi reinzuziehen.

Update, 19.12.2011:

Es scheint nötig zu sein: Ich möchte hiermit nochmal klarstellen, dass Klapperstrauß  kein kommerzielles Blog ist, dass ich das Konzert nicht in einer professionellen Funktion besucht habe, und dass ich mir Kritik mit Substanz erlaube.

Bon Jovi Mannheim 16.7.2011 MaimarktgeländeAuf dem Maimarktgelände selbst kam ich mir vor wie auf dem Rummel, oder mit etwas Wohlwollen wie auf einem mittelgroßen Festival. Eine unübersichtliche Anzahl an Fressbuden und Bierbrunnen wurde strategisch in den Weg zur Bühne platziert, sodass die Unglücklichen weiter hinten auch ungeniert ihrer Sicht beraubt wurden.

Mir fällt es schwer, nicht ein paar Worte des Spottes zu schreiben angesichts der Masse an Menschen, die so wirkten, als hätten sie im Prinzip wenig Interesse an Musik; die nur den Namen Bon Jovi kennen und ein paar Songs, aber sich das Event nicht entgehen lassen wollen; aber ich will das Ganze positiv sehen und behaupten, dass Bon Jovis Musik zwar eine arg massenkompatible und mittlerweile weniger radiotauglich als radiofokussierte ist, aber immerhin 40.000 Zuschauer zusammenbringt, die unterschiedlicher kaum sein können.

Bon Jovi Mannheim 16.7.2011 Maimarktgelände

Von der Vorband Vintage Trouble habe ich nicht mehr allzu viel zu hören bekommen, wegen der Parkplätze und so. Was ich gehört habe, hat mir gut gefallen; rhythmischer Rock mit deutlichen, nun, Vintage-Einflüssen.

Als das Publikum gegen acht ungeduldig wurde, betrat der Headliner die Bühne. Bon Jovi öffneten mit „Raise Your Hands“, in meinen Augen einer der schwächsten Songs ihres Debütalbums Durchbruchalbums Slippery When Wet, aber immerhin ein Klassiker. Großen Jubel gab es, als Richie Sambora scheinbar clean und fit den Song anstimmte; große Unverständnis gab es bei mir, als Jon Bon Jovi mit einer wohl aus Michael Jacksons Repertoire abgezogenen roten Jacke die Bühne betrat. Relativ straight spielte die Band die nächsten Songs, „You Give Love a Bad Name“ und zu meiner Freude das kitschige „Born to Be My Baby“. Das Publikum reagierte auf „We Weren’t Born to Follow“ und „Radio Saved My Life Tonight“ danach deutlich verhaltener, obwohl diese Songs live durchaus gewisse Qualitäten haben, die auf Platte nicht so herausstechen.

Nach dem mittlerweile wohl obligatorischen „It’s My Life“ folgte „Runaway“, das Spaß machte, allerdings auch ein Beispiel für die eher schwache Leistung der Mischpultcrew war – bis auf den Gesang hatte jedes einzelne Instrument die falsche Lautstärke. Interessant war die Verbindung des trägen „I’ll Sleep When I’m Dead“ mit „Start Me Up“ von den Rolling Stones, das für deutlich mehr Stimmung sorgte (interessanterweise erinnern mich Bon Jovi/Sambora auch immer mehr an Jagger/Richards –  was das optische angeht, nicht das künstlerische). Hier hatte ich auch zum ersten Mal das Gefühl, dass die Band tatsächlich Spaß an ihrem Auftritt hat. Bei „I Got it Going On“ und „I Get a Rush“ wollten Bon Jovi wohl die Euphorie etwas bremsen, die bei „Bad Medicine“ wieder aufkam. Geschlagene zwölf Minuten dauerte der Song, nicht zuletzt wegen des eingefügten Bob-Seger-Covers „Old Time Rock and Roll“, aber auch wegen der gefühlten siebzehn Refrains am Ende.

Bon Jovi Mannheim 16.7.2011 Maimarktgelände

Bei „Bed of Roses“ bequemte sich Jon Bon Jovi auf den Runway, um mehr im Publikum zu stehen; der Song kam mir etwas gefühlloser vor als das anschließende „I’ll Be There For You“, für das ich aber auch irgendwie eine Schwäche habe. Es war jedes Mal eine Wohltat, Richie Sambora singen zu hören, nicht nur, weil der Mann eine tolle Stimme hat, sondern er sich auch mehr als sein Frontmann anhört, als sei er mit Herz und Seele dabei. „Miss Fourth of July“ und „Someday I’ll Be Saturday Night“ performte dann die ganze Band auf dem Laufsteg, Tico Torres mit Cajon und David Bryan mit Ziehharmonika.

Ein Wort zu Tico Torres: Auch wenn ich glaube, dass es nicht vielen aufgefallen ist, so hat er sich doch allzu häufig verspielt. Dazu muss man auch nicht die exakten Drumlines der Albumaufnahmen kennen; bei viel zu vielen Fills und Wirbeln hat das Timing schlichtweg nicht gestimmt, bei „It’s My Life“ war sogar der Einsatz daneben. Das hat dem Ganzen nicht weiter geschadet, ist aber kein gutes Zeichen.

Dass der Artikel länger ist, steht für die positive Tatsache, dass auch das Konzert lang war. Bei allem Kommerz-Geschrei und 65 Euro für eine Karte haben Bon Jovi doch eine fast dreistündige Show geboten, was ich wirklich zu schätzen weiß.

„Who Says You Can’t Go Home“, wieder mit Standardinstrumenten, war unauffällig, „Captain Crash and the Beauty Queen From Mars“ vielleicht nur für mich toll, weil ich auf den Song stehe, „No Apologies“ tatsächlich mal wieder straighter Rock, der vielleicht, ganz vielleicht, auch nicht auf SWR3 laufen würde, „Have a Nice Day“ live erstaunlich gefällig und „Keep the Faith“ der bis dahin eindeutig stärkste Song.

Und dann war Schluss.

Nein, natürlich war nicht Schluss, und die Band hat auch nicht die Kehlen der Zuschauer mit „Zugabe“-Rufen ruinieren wollen.

Bon Jovi Mannheim 16.7.2011 Maimarktgelände

Livin' on a Prayer - obligatorisch

Zu meiner Überraschung war der erste Song der Zugabe „Hey God“, einer der stärksten Songs des stärksten, wenn auch tragisch live missachteten Albums, der das gerade erst auf den Thron gesetzte „Keep the Faith“ als besten Song des Abends ablöste. Überhaupt war die Zugabe das Highlight des ganzen Konzerts; hier wirkte die Band wieder (!) frisch und spielfreudig. „Wanted Dead or Alive“ enttäuschte lediglich mit dem Solo, das eben nicht von Sambora gespielt wurde, „In These Arms“ hat mich echt geflasht (oho). Bei Leonard Cohens „Hallelujah“ habe ich Jon Bon Jovi zum ersten Mal im vollen Ausmaß geglaubt, dass er mit Herzblut bei der Sache ist, was schon traurig ist, wenn er dafür ein Cover braucht.

Natürlich ließ sich niemand täuschen, was „Livin’ On a Prayer“ angeht  – die Band geht nicht von der Bühne, ohne diesen Song gespielt zu haben, und man hat genau das bekommen, was man wollte.

Und schön wärs gewesen, wenn sich die Band dann wirklich verabschiedet hätte, denn die Zugabe „Love’s the Only Rule“ hinterließ dann doch einen schalen und faden Nachgeschmack angesichts der unterirdischen Qualität des Songs. Sei’s drum.

Ich war vor dem Konzert besorgt, dass die Veranstaltung eine einzige Easy-Listening-Party werden würde (was die geringe Lautstärke der Anlage anging, war sie das auch). Glücklicherweise konnten es sich Bon Jovi verkneifen, allzu viel neue Songs zu spielen, denn, und ich glaube, das müssen selbst die-hard-Fans zugeben, seit zehn Jahren hat die Band deutlich an Qualität verloren. Aber Jon Bon Jovi ist wohl zusehr Geschäftsmann, als dass er sich erlauben würde, all die Gassenhauer nicht zu bringen, wegen der die meisten zu seinen Konzerten kommen, und hey, pragmatisch gesehen ist das auch gut so. Ich habe auch schon Bands gesehen, die weitaus gelangweilter und lustloser aufgetreten sind; und die Länge des Konzerts hat eine zweite lobende Erwähnung verdient. Licht und Schatten innerhalb der Band waren Sambora und Torres: der erste, clean und gut drauf, mit offensichtlichem Spaß an seinen vielen Soli, die nur so vor Obertönen strotzten (was ich ja irgendwie immer geil finde), der zweite hat sich sehr bemüht, unseren Erwartungen zu entsprechen.

Jon Bon Jovi selbst ist live für mich immer so ein Ding. Dass der Mann singen kann, steht außer Zweifel. Ich habe allerdings immer das Gefühl, dass er seine Stimme bei Auftritten schont. Das Raue in seinen Vocals, das man auf den Platten findet, ist live schlichtweg nicht da, was ich schade finde.

Aber was solls: Es war ein schöner Abend, die Show hat sich doch gelohnt, und es gibt nur wenige Songs, die ich gerne gehört hätte, die Bon Jovi aber nicht gespielt haben. Am Ende einer Tour, die schon über ein Jahr dauert, darf man einer Band auch eine gewisse Müdigkeit zugestehen, die Bon Jovi aber, wenn vorhanden, sehr professionell getarnt haben. Tendenz: Daumen hoch.

Hier nochmal die Setlist im Überblick:

Raise Your Hands
You Give Love a Bad Name
Born to Be My Baby
We Weren’t Born to Follow
The Radio Saved My Life Tonight
It’s My Life
Runaway
I’ll Sleep When I’m Dead / Start Me Up (Rolling Stones)
We Got It Goin‘ On
I Get A Rush
Bad Medicine/Mercy (Duffie)/Old Time Rock and Roll (Bob Seger)
Bed of Roses
I’ll Be There For You
Miss Fourth Of July
Someday I’ll Be Saturday Night
Who Says You Can’t Go Home
Captain Crash & The Beauty Queen From Mars
No Apologies
Have a Nice Day
Keep the Faith
Hey God
Wanted Dead or Alive
In These Arms
Hallelujah (Leonard Cohen)
Livin‘ on a Prayer
Love’s the Only Rule
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41 Antworten to “Konzertbericht: Bon Jovi in Mannheim, 16.7.2011”

  1. womenlovewoman Says:

    Hallo,

    ich war auch gestern dabei und habe ihren Bericht aumerksam gelesen. Ich kann ihnen teilweise recht angeht. Bei manchen Fans fragt man sich wirklich, ob sie zum „fressen“ und „saufen“ aufs Konzert gehen oder wegen der Musik. Auch im benehmen während des Konzerts – Tratschen, quatschen, rauchen, Leute nerven usw.). Ich bin sogar der Meinung, dass Bon Jovi in den letzten 10 Jahren nachgelassen haben, aber im Vergleich zu vielen anderen Bands dieser Größe stimmen immer noch Preis und Leistung überein. Der Aufwand ist so enorm, dass man Tonfehler verzeihen kann.

    Warum sich Tico so häufig verspielt hat, verstehe ich auch nicht. Dafür waren Jon und Richie in bester Spiellaune. Jon war übrigens in Düsseldorf und Zürich richtig heiser, das erklärt vielleicht die Schonung?

    Viele Grüße

    • Kim Says:

      Praktisch jede Band, die derart groß ist, zieht ein viel zu weites Publikum an, als dass eine Show irgendeine Form von Intimität aufbauen könnte.
      Tonfehler gab es keine, was mich gestört hat, war die Abmischung, die zeitweise inakzeptabel war – und dass muss man besser machen, gerade angesichts des riesigen Aufwands dieses Konzerts.
      Und zuletzt: Jon Bon Jovi singt live immer so. Jeder Mitschnitt, jede Live-DVD, die ich jemals gesehen habe, kann das bestätigen. Es ist gerade das Raue in seiner Stimme, das sie hervorstechen lässt.

  2. Tanja Stumm Says:

    Kritiker gibt es überall was interssieren die Fressbuden man kann doch dran vorbei ohne drauf zu achten. Ich fand es ein gelungens Konzert und würde immer wieder die Band live sehen wollen.
    Die Stimme das auftreten sie hatten Spaß was will man mehr.

    Nobody ist perfekt oder Ihr Kritiker doch.

    Jeder Zeit wieder!!!!

  3. cutique Says:

    Super Konzertbericht! Ich hab mir seinen Auftritt in Zürich angesehen und irgendwie hat’s mich nicht umgehauen. Hatte mir einfach noch ein klein wenig mehr Show gewünscht… Coldplay bleibt nach wie vor mein absolutes Konzerthighlight!

    Wenn du noch was über Alltagswahnsinn lesen möchtest, kannst du mich ja mal besuchen: http://cutique.wordpress.com

  4. Tina Grundmann Says:

    …Kurze Frage mal: gibt es in Ihren Augen auch einen wirklich positiven Aspekt bzgl. dieses Konzertes???

    Ich persönlich war auf den Konzerten in Düsseldorf und Mannheim…. Das Düsseldorfer Kozert war schon ziemlich gelungen…das Konzert in Mannheim fast perfekt (mal von der Tatsache abgesehen, dass man sich sieben Stunden die Beine in den Bauch stehen musste; aber das haben Openair-Konzerte wohl so an sich)….

    ….Ansonsten ist noch zu sagen: was kann die Band für die Rahmenbedingungen wie im Wege stehende Fressbuden usw.? Wusste gar nicht, dass die die Band auch hiermit ihr Geld verdient… Also: ich denke, man sollte schon zwischen dem eigentlichen Konzert, für welches die Bandmitglieder verantwortlich sind, und den Rahmenbedingungen unterscheiden!!!!!!!!!

    Ich kann nur sagen: Jeder Zeit wieder!!!

    • Kim Says:

      Die Band kann im Prinzip natürlich nichts für all die Buden und Stände. Andererseits wäre es naiv zu glauben, dass so etwas nicht von vornherein bekannt ist, und vielleicht den Anteil an den Gewinnen, der der Betreibergesellschaft des Geländes zukommt, etwas drückt, weil eine Menge Geld durch Bier und Würstchen reinkommt – auch wenn das den Eindruck des Konzerts stören könnte.
      Es gab durchaus einige positive Aspekte des Konzerts, die ich auch alle erwähnt habe. Genausogut nehme ich mir aber heraus, auch die negativen zu beschreiben.

  5. Bri.Gitte Says:

    Bon Jovi habe ich zum letzten Mal vor über 10 Jahren auf Rock am Ring gesehen ;-) Es war klasse.
    Die Stimmung so zwischen den Freßbuden und Bierpilzen dürfte wohl dieselbe gewesen sein. Es war eine große Party.
    LG Brigitte

  6. Anonymous Says:

    Ich fand das Konzert Klasse, blos die vielen Buden haben doch manchen die Sicht genommen.
    Meiner Meinung nach waren die Bon Jovi Konzerte vor 15-20 Jahren etwas persönlicher und die Lokationen übersichtlicher (kleiner) als auf dem riesigen Maimarktgelände.
    LG Andreas

  7. Michael Says:

    Erstens hatte ich einen Parkplatz 10 Gehminuten vom Maimarktgelände entfernt, zweitens einen tollen Platz zum Sehen und Hören , ohne Rummelplatzstimmung umd drittens sind die echten Fans auch wie er schon etwas älter und stehen trotzdem noch die 11 Stunden auf einem Platz um ihn zu hören. Die Knie O.P. darf man auch nicht vergessen. Ich habe, da ich ganz vorne stand , den Spaß der Band in den Augen gesehen und ich habe schon ettliche Konzerte gesehen. Aber es gibt ja immer unterschiedliche Meinungen zu einer Sache!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • Kim Says:

      Ich spreche der Band ja auch gar nicht ab, dass sie Spielfreude gezeigt hat. Und wenn man morgens schon nach Mannheim kommt, bekommt man sicherlich einen guten Parkplatz, aber das Verkehrschaos nach der Show spricht nun auch für sich.

  8. Sarah Says:

    Der typisch negative „pseudo-musik-kenner“-Bericht !!
    Sorry, aber hier nimmt sich wohl jemand für WICHTIG….

    P.S. die Abmischung mag an einigen Stellen nicht ganz hingehauen haben, aber das war auch alles. Lächerlich!

    • Kim Says:

      Woher du die Aussage nimmst, mein Bericht sei negativ, wenn ich doch explizit schreibe, dass mir das Konzert an sich gefallen hat, ist mir nicht klar.
      Mehr als ein „Pseudo“-Musikkenner kann sowieso niemand sein, weil das Ganze im höchsten Maße subjektiv ist. Und inwiefern ich mich wichtig nehme, weiß ich sowieso nicht. Muss ich einen verblendet positiven Bericht schreiben, wenn nicht alles positiv war?

    • Tina Grundmann Says:

      Sarah klasse! Ich wollte Ähnliches auch noch auf meinen Bericht (nach Kim´s) Antwort schreiben, sagte mir dann aber: gegen „Pseudo-Kenner“ und „Wichtigenehmer (waren auch meine Gedanken!) willst Du gar nicht ankommen. :-))))… Scheinbar ist hier jemand ziemlich frustriert!!! *g*

      • Kim Says:

        Jesses, niemand zwingt euch, unser Blog zu lesen. Wenn ihr voreingenommene Berichte wollt, geht in irgendein Bon-Jovi-Fanforum.

  9. Sommer 2011 Says:

    Für mich war es das erste Bon Jovi Konzert.Erst dachte ich noch: „oh je, auf was habe ich mich da nur eingelassen“. Ich war total begeistert, auch wenn ich nicht alle Lieder kannte. Meine Freundin und ich haben seit 12:00h am Eingang gestanden. Das lange warten hat sich gelohnt. Wir waren in unserer Kategorie in der ersten Reihe. Es war ein super schöner Abend. Vielen Dank an BON JOVI & CO ;-))))

  10. Anonymous Says:

    „Raise you hands“ war nicht auf dem Debütalbum sondern auf „slippery when wet“ … das war bereits das 3te!

    • Kim Says:

      Du hast Recht, das war ein Fehler von mir. Ich war wohl zu sehr auf den kommerziellen Durchbruch fixiert, den Slippery When Wet mit sich gebracht hat.

  11. Daniela Says:

    Auch ich war auf dem im obigen Artikel beschriebenen Konzert und musste mich, während ich die endlosen Zeilen las, doch teils sehr wundern, ob die Autorin wohl tatsächlich auf der selben Veranstaltung war wie ich…

    Doch fangen wir am Anfang an:
    Zunächst einmal sollte doch einleuchten, dass, wenn man einen Artikel verfasst, der die Schlagworte „Bon Jovi Konzertbericht“ enthält, doch ein paar Menschen mehr auf diesen Blog stoßen werden, als es höchstwahrscheinlich sonst der Fall ist!
    Und dass es für solch provokante und teils durchaus wundersame Äußerungen den einen oder anderen Kritiker gibt – Fan oder nicht.
    Und diese Kritik kann ein kompetenter Autor auch schlucken.

    Meiner Meinung nach sollte bei derart kritischer Beurteilung auch einmal möglichst objektiv auf das Gesamtbild geachtet werden, angefangen bei der logistischen Meisterleistung, die ein solches Event erfordert.
    Diesbezüglich ist durchweg bei JEDEM Ereignis etwas zu bemängeln, was schlicht und ergreifend „normal“ ist, ganz gleich ob Konzert, Fußballspiel oder sonstiges.
    Und da auch dies von vornherein absehbar ist, sollte man, gerade im Hinblick auf eine Berichterstattung, die man zu leisten hat, wenigstens pünktlich den Reiseweg antreten um am Ende nicht auch noch beschämenderweise zugeben zu müssen, die zweite (!) Vorband, die übrigens fast eine Stunde lang durchaus qualitativ hochwertige Songs zum Besten gab, fast völlig verpasst zu haben!

    Zum Klentel:
    Ich frage mich wirklich, ob man als Autorin auf teils derart anmaßende und stereotypische Dinge wie „Leute, die nur saufen“ oder ähnliches hinweisen muss, scheinbar nur, um sein gesetztes Maß an Negativität des Berichts zu erfüllen.
    Denn auch diese Leute lassen sich nun einmal überall finden und sind Teil unserer Gesellschaft und kein pures
    Erzeugnis der Konzertzusammenrottung.

    Schließlich fragte ich mich beim Lesen des Berichtes immer stärker, wo die Autorin wohl während des Konzertes gestanden haben muss, um scheinbar gekonnt feststellen zu können, dass schier alle Instrumente die „falsche“ Lautstärke hatten, Jon leider sein Kratzen in der Stimme nicht dabei hatte und die Singtiraden der völlig gebannten 40.000 Menschen nicht wahrnahm.
    Allein Das Opening der Band brachte die tobende Masse derart in Schwung, dass die Stmmung selbst bei den späteren ruhigen Songs noch außergewöhnlich war.
    Und diesbezüglich noch einmal zum „Kratzen“: Möglicherweise konnte die Autorin es nicht hören, weil der Sound ja „so“ unglaublich schlecht war. Allerdings bestimmte genau dieses markante Stimmhighlight bereits den ersten Ton von „Raise Your Hands“, was wohl auch einen großen Anteil an Mitverantwortung dazu trug, dass die Menschenmenge unglaublich schnell in Stimmung kam.
    Ich behaupte also, es gehört zu haben.

    Auch bedauernswert finde ich die Betitelung des „obligatorischen“ „It`s my Life“, da auch gerade dieser Song durch Qualität bestach und das Publikum aufheizte.

    Zu der Live-Performance an sich:
    Natürlich gab es innerhalb der drei Stunden auch falsche Töne. Allerdings ist es die wunderbare künstlerische Freiheit, die es dem Künstler auf der Bühne ermöglicht, einmal ein Wort in die Länge zu ziehen, es anders zu betonen oder es sogar ganz auszulassen, um die Stimmen des Publikums zu fordern.
    Unglaublich aber wahr: Auch Bon Jovi sind keine Maschinen und im Eifer des Gefechts ist ein nicht identischer Ton mit der Albumversion verkraftbar und mehr noch, nicht einmal wirklich störend.

    Im Übrigen gab es das laut umjubelte Gitarrensolo von Richie sehr wol während „Wanted – Dead or Alive“. Richie hat dafür extra von Doppel- auf E-Gitarre gewechselt!

    Auch zu „Bed of Roses“ möchte ich ein paar Worte verlieren: Richtigerweise war dieser Auftritt nicht der historischste. Jedoch hat man bei diesem Song doch sehr gemerkt, dass Jon seine Stimme für die teils hohen Töne scheinbar mehr quälen musste als sonst. Schon in den Ansprachen Richtung Publikum zwischendurch war deutlich zu hören, dass Jon auch in Mannheim noch heiser war (wie nach einem obigen Kommentar scheinbar auch zuvor in Düsseldorf).
    Trozdem hat er den Song voll durchgezogen und zwischendurch sogar an heißem Tee genippt, um weitermachen zu können (ja, ich stand so nah dran, um heißen Tee erkennen zu können!).

    Das achtminütige „Bed Medicine“ war vermutlich schon vorher in Überlänge geplant, nahm jedoch letztlich dieses Ausmaß an, weil die Menge einfach immer lauter mitsang und nicht gewillt war, den Refrain einzustellen, nur, weil ein Herr Bon Jovi nicht mehr mitsingen wollte. Selbst nach acht Minuten hatte die Band Mühe, das Publikum endlich für den nächsten Song „einzufangen“. Auch hier ist ein weiteres, sehr umfängliches und herausragendes Gitarrensolo von Richi zu bemerken!

    Nun noch ein letzter Punkt, der meines Achtens am allerwenigsten der Realität entspricht: Die Lustlosigkeit und mangelnde Motivation der Band und besonders des Frontmanns!
    In diesem Zusammenhang kann erneut auf das grandiose Opening verwiesen werden, welches ohne die Leidenschaft des Frontmanns nicht diese einmalige Stimmung erzeugt hätte!
    Selbstverständlich ändert sich diese Stimmung dann langsam durch ein, zwei ruhige Lieder. Den Künstler wegen einer ruhigen Phase zu passendem Song, klassisch am Mikrofon stehend, als motivationslos darzustellen, wird der Situation nicht gerecht.
    Und auch im Konzertverlauf war der gesamten Band die Freude an ihrem Auftritt anzumerken, was oftmals durch die Ansprachen des Frontmanns, sein Fordern des Publikums, die frechen und anerkennenden Gesten, die (auf den RIESIGEN Leinwänden) auch für die Leute HINTER den Buden erkennbar waren (was auch immer sie da zu suchen hatten, denn DAVOR war doch viel mehr Platz).
    Eine Stärke des Frontmanns ist meiner Meinung nach, neben einer starken Stimme, die durch die Jahre immer weiter gereift ist, das Spiel mit dem Publikum. Und das merkt man auch!
    Auch aus diesem Grund ist eine eher ruhige Show, die nicht auf Feuer und Knaller setzen muss, vertretbar.
    Außerdem muss, wie ja angeführt wurde, auch bedacht werden, dass die Jungs durchaus in die Jahre gekommen sind und den Höhepunkt der Agilität nun einmal hinter sich haben.

    Schlussendlich hoffe ich, das Bild des Mannheimabends ein wenig gerade gerückt zu haben und möchte mich fragen, ob berühmte und anerkannte Künstler wie Bon Jovi mit einer Daseinsberechtigung wie sie nicht viele Bands im internationalen Musikhimmel haben, mit zähen Klischees und doch teils sehr flachen Phrasen in „modern umgangssprachlichen“ Schreibstil durch einen höchstens mittelprächtigen Bericht gewürdigt werden müssen.
    Mein Fazit hat nichts mit „Blendung“ zu tun, dafür fehlt mir die extreme Bindung zur Band.
    Dennoch muss man in einem Zeitalter, in dem praktisch jeder alles ins Internet stellen kann, vielleicht oft in dem Glauben, etwas Tolles geleistet zu haben, ja nicht alles kommentarlos hinnehmen, wenn es in beträchtlichem Maße realitätsverzerrend ist, nur weil die Autorin Vielfalt und Sprachakrobatik beweisen möchte.

    Eins noch: Wer nur ein bisschen Emotion in einen solchen Konzertbesuch steckt, erlebt diesen vermutlich völlig anders als ein vollkommenes Neutrum, welches nur darauf abstellt, kleine Schwächen (wie es sie überall gibt) herauszufiltern und seitenlang auseinanderzunehmen.
    Verwundernd ist das positive Fazit des Artikels.
    Die überwigend negative Kritik des beißenden Spotts (abgesehen von den süß bis naiv kitschigen Sätzchen über den persönlichen Bezug der Autorin zu dem einen oder anderen Song) lässt das „Daumen hoch“ wirr bis sinnlos erscheinen oder betont einmal mehr den übertrieben scharfen Klang des Artikels.

    Manchmal sollte man sich wohl vom Schema-F des „Wie schreibe ich einen modernen Bericht“ lösen, um sich nicht vor Menschen, die die selbe Veranstaltung besucht haben, lächerich zu machen.

  12. Kim Says:

    Während ich diese endlosen Zeilen gelesen habe, war ich teils auch verwundert. Zunächst: Die Verwechslung passiert oft, aber es ist der Autor, nicht die Autorin.
    Ich habe auch keine Berichterstattung „zu leisten“, sondern bin privat auf diese Veranstaltung gegangen und habe danach auf unserem nichtkommerziellen Blog meine persönliche Meinung dazu geschrieben.
    Ich habe nicht auf „Leute, die nur saufen“ hingewiesen.
    Weiterhin müssen müssen Sie doch nicht alles negativ interpretieren, was ich schreibe. Wenn ich beispielsweise sage, dass „Bad Medicine“ zehn Minuten dauert, muss das ja nicht unbedingt schlecht sein.
    Und nochmal in aller Deutlichkeit: Ich habe nicht von Lustlosigkeit und Demotivation gesprochen. Im Gegenteil habe ich deren Abwesenheit gelobt.
    Insgesamt hört sich Ihr Kommentar so an, als ob er direkt aus der PR-Abteilung des Unternehmens Bon Jovi kommt – manche Formulierungen sind regelrecht peinlich. „Logistische Meisterleistung“, „der die Massen derart zum Kochen brachte“, „bestechende Qualität“ – ich bitte Sie, ein bißchen Abstand darf doch sein. Gerade im Hinblick darauf musste ich tatsächlich laut lachen, als ich lesen musste, dass Sie auch noch meinen Schreibstil angreifen.
    Ich frage mich, warum so viele der Kommentatorinnen hier einfach nicht verstehen können, dass ich versuche, auch negative Punkte des Konzerts zu nennen.
    Nichtsdestotrotz: Vielen Dank für fünf unterhaltsame Minuten. Ihr Kommentar war das Highlight meines Abends. Und noch mal meine unterwürfigste Entschuldigung, wenn Ihnen mein umgangssprachlich-lockerer Stil, den ich wohl unglücklicherweise auch in diesem Kommentar benutzt habe, zu sehr auf den Schlips tritt.
    Germanistik haben Sie selbst auch nicht studiert, aber ich mag Ihnen raten, wenn Sie nicht tatsächlich verdeckterweise in irgendeiner offiziellen Position hier schreiben, weniger Zeit mit Pressemitteilungen von Bon Jovi zu verbringen – denn das, was Sie hier vielleicht als brillant geschliffene Sprachfeinheiten empfinden, ist nichts weiter als lächerliche Marketingsprache.
    Und eines müssen Sie mir dann doch noch erklären: Was bitte ist das „Schema F“ von Konzertberichten?

    • Kim Says:

      Außerdem, mal im Ernst. Warum müssen die Kommentare immer die Person des Autors angreifen? Warum akzeptieren Sie nicht meinen subjektiven Eindruck, und wenn der Ihre ein anderer war, schreiben Sie das so? Das Ganze wirkt reichlich infantil und hilflos.

      • Kim Says:

        Und weils so schön war:

        „Schlussendlich hoffe ich, das Bild des Mannheimabends ein wenig gerade gerückt zu haben und möchte mich fragen, ob berühmte und anerkannte Künstler wie Bon Jovi mit einer Daseinsberechtigung wie sie nicht viele Bands im internationalen Musikhimmel haben, mit zähen Klischees und doch teils sehr flachen Phrasen in „modern umgangssprachlichen“ Schreibstil durch einen höchstens mittelprächtigen Bericht gewürdigt werden müssen.“

        Schon mies, dass ich offensichtlich Mensch zweiter Klasse bin, während die Halbgötter und Mitglieder einer Band, die indiskutabel ihren Zenit überschritten hat, klar außerhalb und über und jenseits der Kritik stehen. Wie kann ich es nur wagen, überhaupt den Namen „Bon Jovi“ in den Mund zu nehmen?

        Langsam regt mich das Ganze doch auf. Wofür halten Sie sich eigentlich? Wie weit lehnen Sie sich eigentlich aus dem Fenster, den Schreibstil anderer Leute zu kritisieren?

  13. Anonymous Says:

    Einfach nicht gut von dir! Ich war da! Entschuldige du I…….!
    Mein 5. Konzert!

  14. Daniela Says:

    Die Verwechslung bitte ich zu entschuldigen.

    Ich möchte Ihnen gern verdeutlichen:
    Ich kritisiere hier nicht die Tatsache, auch negative Aspekte erwähnt zu haben, sondern die Art und Weise, die einfach sehr übertrieben- und durch den „modern umgangssprachlichen Stil“ noch viel spöttischer wirkt.
    Wer Songs als „träge“ und „obligatorisch“ bezeichnet und Formulierungen wie „hier hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass die Band Spaß an ihrem Auftritt hat“ und
    „Bei Leonard Cohens „Hallelujah“ habe ich Jon Bon Jovi zum ersten Mal im vollen Ausmaß geglaubt, dass er mit Herzblut bei der Sache ist, was schon traurig ist, wenn er dafür ein Cover braucht“
    benutzt, vermittelt nun einmal rasch den Eindruck der fehlenden Motivation und des Desinteresses der Band/des Frontmanns.
    Des Weiteren durchzieht den Artikel eben dieser kuriose Unterton, der durch all die negative Kritik eben auch u.a. die „gefühlten 17 Refrains“ bei „geschlagenen 12 Minuten“ von „Bad Medicine“ spottend wirken lässt, die möglicherweise nicht in dem Maße böse gemeint waren.
    Da fällt auch ein kleines Lob zwischendurch nicht mehr ins Gewicht.
    Auch Ihren Schreibstil vermag ich nicht anzugreifen, denn richtigerweise habe auch ich nicht Germanisitik studiert.
    Doch ich kann lesen und Feedback geben. Ich habe ausschließlich dargestellt und bin durch Merkmale wie unvollständige Sätze und englisches Vokabular eben zu „modern umgangssprachlich“ gekommen. Kein Vergehen und heutzutage durchaus üblich.

    Die Negativität Ihres Artikels überwiegt nun einmal deutlich, was ja nicht nur meiner Wenigkeit so zu erscheinen mag. Deshalb scheint ja das plötzlich positive Fazit so paradox.
    Eine völlig andere Sache hingegen mag vllt Ihre Intention sein.
    Diese ist in diesem Fall auf Seiten der Leser (zumindest derer mit Wortmeldung), die nicht ihre Empfindungen sondern nur das geschriebene Wort lesen können, verloren gegangen (siehe andere Kommentare).

    Außerdem bitte auch ich um genaues Lesen: So habe ich beispielsweise nicht das Konzert als „logistische Meisterleistung“ bezeichnet sondern lediglich angemerkt, dass eine solche bei derartigen Events erforderlich ist (um 40.000 Menschen völlig zufrieden zu stellen). Damit wollte ich Ihnen verdeutlichen, dass dies eben nicht möglich ist und sich der 40.000ste Zuschauer, der womöglich relativ spät unterwegs war, nicht über einen fehlenden Parkplatz direkt vor dem Eingang wundern muss.
    Kurzum: Das IST nun einmal so und darauf kann man sich einstellen.

    Erstaunt bin ich über die Auffassung des „Menschen zweiter Klasse“. Auch hier möchte ich darauf hinweisen, dass einmal mehr der „Ton die Musik macht“.
    Natürlich können Sie kritisieren und zwar wen und so viel Sie wollen.
    Aber das WIE ist doch sehr entscheidend.
    Wie oben und in meinem vorigen Kommentar beschrieben, war die Art und Weise für MEINE subjektive Sichtweise einfach ziemlich übertrieben. Damit soll nicht der Autor angegriffen werden sondern lediglich mein Unverständnis geäußert werden.
    Da der Autor nun einmal derjenige ist, der beispielsweise den „modern umgangssprachlichen“ Stil benutzt und umfänglich spottet (gewollt oder nicht), wird dieser eben unvermeidlich indirekt berührt. Der Angriff gilt deshalb aber nicht Ihrer Person, sondern Ihrem Werk, wenn man so will.
    Und wirklich subjektiv wirkten lediglich Ihre Euphorien für vereinzelte Songs, nicht jedoch die Gesamtheit des Artikels.
    Im Gegenteil, gerade Einschübe wie „..war vllt nur für mich so“ ließen den Rest als Tatsachen erscheinen.

    Wenn ich mir Ihre Reaktion so ansehe, scheint mein Kommentar letztlich wohl doch mehr als „unterhaltsame 5 Minuten“ für Sie gewesen zu sein.
    Mein Kommentar wirkt für Sie infantil und hilflos, Ihre Reaktion darauf wirkt für mich wiederum allein wie Ihre Empörung darüber, wie ich es wagen kann, Kritik an Ihrem wunderbaren Artikel zu üben. Ihr Ausweg: Sarkasmus und der Bezug der Kritik auf Ihre Person.

    Aber da auch Sie meine Kritik an Ihrem Artikel teils scheinbar vollkommen falsch interpretiert haben bzw. nicht so wie ich sie verstanden haben wollte, fällt es Ihnen jetzt vllt leichter, zu verstehen, dass Ihr Artikel viel negativer und durchaus abschätziger wahrgenommen wurde, als Sie es möglicherweise beabsichtigt haben!
    Mehr noch, schön, dass Ihre Karte keine völlige Verschwendung war!
    Doch finde ich, dass es für einen Autor durchaus wichtig ist, zu erfahren, wie das Geschriebene nun tatsächlich auf den Leser wirkt.

    Meine Funktion in dem Projekt „Bon Jovi“ wird wohl offen bleiben.

    • Kim Says:

      Ich wage es, zu behaupten, dass ich bei einem solchen Konzert aufmerksamer hinsehe und zuhöre, als es andere tun. Insofern ist die Aussage, dass ein Song etwa träge wirkt, nicht gleichzusetzen mit der Implikation, dass er deshalb dem Publikum keinen Spaß gemacht hat. Dass ich einen gewissen spöttelnden Unterton habe einfließen lassen, mag ich nicht leugnen; das liegt aber an Ruf und Prestige dieser Band, die sich nun nicht durch lyrische oder kompositorische Meisterwerke auszeichnet. Und hey, damit komme ich zurecht, und ich wäre ja auch nicht zum Gig gegangen, wenn ich mir so etwas überhaupt erst erhofft hätte. Deshalb auch das positive Fazit: Einen hauptberuflichen Musikkritiker hätte dieses Konzert sicher nicht überzeugt, aber mir, der ich zuerst eben doch als Fan hingehe, hat es Spaß gemacht, trotz der Kritikpunkte, die ich beobachten konnte.
      Es verwundert mich aber immer noch, dass Sie auf meinem vermeintlich „modern-umgangssprachlichen Stil“ herumreiten. Woran machen Sie den fest, und was bedeutet das dann?

  15. Michael Says:

    Herrlich wie hier herumdiskutiert wird. Sind wir doch alle mal ganz ehrlich. Bon Jovi liefert in den letzten Jahren nur noch musikalischen Schrott ab. Eine unerträgliche Soße langweiliger Songs, komponiert im Labor für Massengeschmack. Wer schreibt eigentlich für Bon Jovi? Dieter Bohlen? Tut mir leid Dieter. Kracher wie Dead or alive, Runaway scheinen aus einer anderen Welt zu kommen. Da müßen sich alle, die sich von einem negativ angehauchten, für mich aber treffenden Artikel von Kim angegriffen fühlen, die Frage stellen: Wie voreingenommen bin ich eigentlich? Kann ich Bon Jovi-Kritik überhaupt ertragen? Ich war auch Bon Jovi-Fan. Bis zu dem Zeitpunkt, als die Jungs aufgehört haben gute Rockmusik zu machen. Und das ist weiß Gott schon mindestens 10 Jahre her. Da wo Kritik angebracht ist, muß auch Kritik sein.

    • Kim Says:

      Meines Erachtens hat die Band mit These Days ihr stärkstes Album rausgehauen, bevor sie dann im Einheitsbrei versunken ist.

  16. Michael Says:

    Es ist immer problematisch wenn eine Band ihren Stil ändert. Bei Bon Jovi ist das besonders dramatisch, da das ganze auch noch mit einem hohen Qualitätsverlust geschieht. Die aktuellen Songs sind derart abgedroschen und austauschbar, daß nur eingefleischte Fans noch zufriedengestellt werden. Zu was Bon Jovi wirklich fähig ist zeigt zum Beispiel seine Solo-LP Blaze of Glory. Was der Mann hier an genialen Nummern raushaut ist wirklich fantastisch. Aber das ist lange her. Natürlich ist es auch schwer einen Qualitätsstandard über viele Jahre zu halten, aber was der Jon in letzter Zeit abliefert ist wirklich indiskutabel. Bon Jovi hat auch heute noch Live-Qualitäten, sonst würden nicht noch immer zig Tausende seine Konzerte besuchen. Das sind alles Profis auf der Bühne. Aber man darf schon ein wenig seinen Unmut äußern, wenn man betrachtet welche Entwicklung die Band in den letzten Jahren genommen hat. Tja, da haben wirs wieder. Früher war doch alles besser.

    • Kim Says:

      Würde ich so unterschreiben – außer, dass eine Stiländerung nicht notwendigerweise mit Qualitätsverlust einhergeht. Bei Bon Jovi war es so; allerdings hatte die Band immer starke Pop-Anleihen, insofern haben sie ihren Stil weniger geändert als fokussiert.

  17. Sascha Says:

    LOL! Für mich war Bon Jovi nach ACDC und Iron Maiden das geilste Konzert seit Jahren. Die Stimmung hat gestimmt und den Protagonisten konnte man den Spass an der Sache ablesen. (Highlight: Mick Jagger Parodie) und Parkplatz Probleme waren für 40.000 vertretbar (ACDC Hockenheimring hatte ich Wartezeiten von über einer Stunde um vom Parkplatz zu fahren hier waren es evtl. 20 min. ), Vorgruppe war sehr gut. Last but not least war für mich Hallelulja oder so ähnlich das Beste Lied des Abends. Und meine Meinung bezüglich der neuen Songs von Bon Jovi? Hmm…. also ich habe Bon Jovi seit Slippery when wet gehört und habe mit Crush aufgehört alles was ich von der Band noch aufgenommen habe waren solche Mainstream Rockperlen wie Its my life oder Have a nice day oder No Apologies aber diese gefallen mir und sind in der heutigen Chartwelt ein willkommene Abwechslung. Gut das ich als eingefleischter Rockfan in der heutigen Zeit keine bzw. seltene Rockhymnen bekomme ist klar. (Leider) Ok also Kim schöner Blog gut die Ausdrucksweise an mancher Stelle könnte weniger abfällig oder übertrieben sein aber das ist der Stil der Autorin. Übrigens ich hatte auch aufgrund des Avatars mit einem Mann gerechnet. Hihi Have Fun and good luck

    P.S. „Bitte nicht auf Satzzeichen, Rechtschreibung und Interpunktion achten.“ (Zitat: You don´t know Jack, PC Game)

  18. Lena Says:

    Okay also ich weiß jetzt echt nicht was ich wirklich dazu sahen soll… Ich war selber da und wie du dich anhörst auch weiter vorne aber ich muss schon sagen, dass die neuen Songs nicht der Knaller sind aber die gehören trotzdem zu meinen Favouriten.
    Okay, sie haben sich ein paar mal verspielt und vielleicht hat Jon nicht alle Töne getroffen, doch das war bei den 40000 Leuten die alle mitgesungen haben echt schwer herauszuhören.
    Aber das die Band keinen Spaß hatte kann nicht stimmen. Vielleicht war es ein wenig gedämpft gewesen, da Jon heißer war und eine op hatte und Richie noch ein paar Wochen vorher auf Enzug war aber gemerkt habe ich davin nichts.
    Selbst mein Dad der eigentlich kein BJ fan ist fand das Konzert total klasse.
    Und warum hast du eigentlich nur eine Kritik zu der 2. Vorgruppe abgegeben? Die meisten sind schon früh am morgen losgefahren und kamen nicht erst auf dem letzten drücker an.
    Ich muss schon sagen das du auch ruhig mit dem Zug hättest fahren können. Oder komm das nächste mal einfach noch früher. Wie du das beschrieben hast hörst du dich eher an wie jemand der noch nie auf einem Konzert gewesen war.
    Aber um nicht alles an deinem Post zu kritisieren: Das die Band in der letzten Stunde richitg aufblühte; da hast du recht. Aber vorher war die Band auch schon klasse und ich habe kein einziges mal mitbekommen, dass sie gelangweilt oder lustlos gewirkt haben.
    Ich fand dieses konzert in allem mehr als nur daumen hoch.
    Ich finde deine Kritik jetzt nicht wirklich als ein Angriff auf die leistung gesehen da du ja die Band auch gelobt hast aber irgedwie klingt es doch so als wärst du gar kein richtiger BJ fan…

    • Kim Says:

      Okay, langsam sollte das Thema durch sein. Einige deiner Kritikpunkte wurden schonmal genannt, die hab ich in den jeweiligen Antworten aufgegriffen. Ansonsten:
      Ich bin der Letzte, der eine Band dafür kritisiert, dass sie sich mal verspielt. Erwähnen kann ich das trotzdem.
      Ich habe nicht gesagt, dass sie keinen Spaß hat.
      Ich habe keine Zeit, frühmorgens zu einem Konzert zu fahren, das abends anfängt. Wo kommen denn diese Ansprüche her? In dem Artikel geht es hauptsächlich um Bon Jovi, und deren Auftritt habe ich komplett gesehen.
      Ich war schon auf einem ganzen Haufen Konzerte. Woher du den gegenteiligen Eindruck haben willst, weiß ich nicht.
      Ich muss kein „richtiger“ Bon Jovi-Fan sein, um deren Konzert zu kritisieren. Es reicht, wenn ich die Musik kenne.
      Entschuldigung, wenn das ein wenig ruppig wirkt, aber mir ist es wirklich unverständlich, wie sich so viele Leute über einen Konzertbericht echauffieren können, nur weil er nicht ihrer eigenen Meinung entspricht.

  19. Anonymous Says:

    wer ist eigentlich dieser unkompetenter verfasser dieses berichts?
    kein wunder, das so ne no name zeitung nicht erfolgreich ist!!!!!!!!!!!!

  20. Anonymous Says:

    ein kompetenter und neutraler verfasser so eines konzertes darf sich es erst gar nicht erlauben zu spät zu kommen!!! dann, wenn er hinten stand, kann er doch gar nix von nahe oder allgemein richtig beurteilen!!
    ein kompetenter mann …schreiber …reporter ect. steht schonmal weiter vorn im geschehen!
    dann kann er besser urteilen!

    dieser desisullinierte bericht :

    „interessanterweise erinnern mich Bon Jovi/Sambora auch immer mehr an Jagger/Richards – was das optische angeht, nicht das künstlerische)Bon Jovi/Sambora“- auf welchem stern lebt der reporter-schreiber?
    (der mann heisst jon bon jovi!!!) und einen vergleich brauchen wir dazu wohl nicht, denn jon sieht knackig aus!

    dieser typ der da kam, die aufgabe hatte hier das konzert zu kommentieren hatte weder erfahrung in der musik(eindeutig fehlinterpretierte angaben zur musik, bzw gesänge einsätze der band oder lieder allgemein)
    nicht mal die stimmung der leute bekam der zu spät kommende da ganz hinten mit!!!
    das letzte lied wurde mit sicherheit mit sehr viel herzblut gespielt, vor allem gesungen!
    aber da euer schreiber bestimmt das lied nicht mal kennt, kann er dazu, genauso wenig sagen wie zur stimmung bei dem lied-
    da ganz hinten.
    genauso wenig irgend etwas zum ganzen konzert! – da er keine ahnung von der band, der musik und menschen hat!

    lieber besser kompetente menschen einstellen und zu konzerten schicken, und mehr zahlen für gutes personal, als anfänger mit null ahnung wo hinschicken!!!
    kommt mir vor wie ein schülerbericht in der schülerzeitung!
    null ahnungm aber was schreiben müssen!!

    bitte nicht so!!!!

    • Kim Says:

      Ich stand ziemlich weit vorne. Ich bin kein professioneller Reporter, zumindest nicht für diesen Blog.
      Was mein „desisullinierter“ Bericht mit dem Namen von Bon Jovi zu tun hat, weiß ich nicht.
      Nochmal in aller Deutlichkeit: Das hier ist kein kommerzieller Blog, und erst recht nicht die Website einer Zeitung. Ich bin privat zu dem Konzert gegangen.

  21. Jasmin Says:

    Eigentlich wollte ich Sie fragen warum Sie zu diesem Konzert gegangen sind, wenn Sie offensichtlich kein Fan dieser Band sind???? Oder warum Sie überhaupt zu einem Konzert gehen, wenn Ihnen die Musik nicht zusagt???
    Und ich wollte Sie darauf hinweisen, dass sie uns Fans mit ihrer nich gerade positiven Kritik nicht wirklich erfreuen und dass Sie genau deshalb damit rechnen müssen das es dann zu solchen Kommentaren von Fans kommt.
    Aber dann habe ich eine Antwort auf ein Kommentar von Ihnen gelesen, in der Sie behaupten ein Fan zu sein und dass Sie deshalb zu dem Konzert gegangen sind… hmm… naja lassen wir dass einmal. dieser Bericht ist keines Falls Objektiv

    MANN (absichtlich zwei n) muss nicht immer alles schlecht machen oder? auch wenn Sie behaupten, dass Sie das nicht nicht nur negativ schreiben…

    …und nicht alle Frauen sind in einem gewissen Alter die dort hingehen, es ist nämlich interessant, dass es Bon Jovi Fans durch mehrere Generationen gibt.

    Und nun ein kleiner Tipp von mir an Sie: WER Kritik austeilen kann MUSS auch Kritik einstecken – egal können ob Professionell oder NICHT!!! und das gilt in allen Lebenslagen nicht nur hier ;)

    (((Auch ein sachter Flügelschlag kann einen Sturm verursachen…)))

    • Kim Says:

      Ja, im Prinzip gefällt mir Bon Jovi. Ich finde es allerdings traurig, dass Sie glauben, dass man als Fan nicht Kritik an einer Band üben darf. Dass ich Fans verärgere, nehme ich gerne in Kauf, wenn ich dafür einen balancierten Bericht schreiben kann. Ich kann substantielle Kritik hervorragend einstecken; leider ist das meiste, was hier ankommt, nur blinde Empörung, dass ich es überhaupt wage, negative Aspekte zu erwähnen.

  22. Anonymous Says:

    negative aspekte kann derjenige erwähnen, der ahnung hat!

    kim: „Was mein „desisullinierter“ Bericht mit dem Namen von Bon Jovi zu tun hat, weiß ich nicht.“

    mit dem namen hat es nix zu tun- nur wer den nicht mal zu unterscheiden weiss….?!

    naja, jedenfalls scheint mir da jemand geschrieben zu haben, der weder die musik noch die geschichte der band kennt…
    und auch im allgemeinen keine große ahnung von musik hat!

    ach ja ziemlich weit vorne….weitläufiger begriff–an der letzten fressbude? ;-)

    • Kim Says:

      Ich weiß immer noch nicht, was Sie mit dieser ganzen Namenssache meinen.
      Und wie ich es schonmal gesagt habe: Wenn Sie mir nur etwas Substanz geben würden, auf die ich antworten könnte, wäre ich froh. Etwa:
      Woran machen Sie fest, dass ich keine Ahnung von Musik habe?
      Woran machen Sie fest, dass ich keine Ahnung von der Geschichte der Band habe?
      Und nein, mit ziemlich weit vorne meine ich mittendrin zwischen Bühne und erster Fressbude.

  23. Anonymous Says:

    Ich fand Ihren Bericht persönlich sehr treffend und kann nicht ganz nachvollziehen, warum einige „Fans“ die Kritik an einer Band als persönlichen Angriff auf Ihre Person wahrnehmen und meinen, sich dagegen verteidigen zu müssen.

    Ich war ebenfalls auf dem Konzert und habe auf der Tour – wie auch auf der letzten – mehrere Konzerte besucht. Ich fand die Tour ok, aber nicht überragend. Das liegt, meiner Meinung nach, unter anderem daran, dass die Band leider älter wird und Jons Stimme durch das letzte tourintensive Jahr verbraucht klingt. Nach jahrelangem Touren kann ihm das keiner vorwerfen, aber für mich zeichnet sich Rock im Allgemeinen und die Musik von Bon Jovi im Besonderen durch die Spielfreude, den „Drive“ und Qualität aus. Alle drei Merkmale haben Bon Jovi in den 90’ern zu einer der besten Live-Band werden lassen, weil keine andere mir bekannte Band an die Auftritte von BJ ‚rankommt, wenn sie alles geben. Leider tun sie nur noch selten. Und ich denke auch, dass Jon selbst merkt, dass seine Stimme nicht mehr wirklich zu den alten Songs passt und ich muss sagen, dass ich das Argument „aber er ist doch so knackig“ ist hier völlig fehl am Platz.

    London 20010, München 2008 und Barcelona 2011 (hauptsächlich wegen der unglaublichen Fans und Hey God:-)) waren Konzerte, bei denen alles zusammengepasst hat (Stimmung der Band, Fans, Setlist)

    Ich fand Mannheim zwar solide, aber auch nicht viel mehr und würde die „Leistung“ der Band eher unter „auf Autopilot eingestellt“ einordnen (mit einigen Ausnahmen, natürlich:-))

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