Metallica: Beyond Magnetic (EP, 2012)

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Und plötzlich gibt es noch vier Songs aus der Death Magnetic-Zeit. Metallica haben eine EP mit vier Songs rausgehauen – und zwar schon im Dezember zum Downloaden. Jetzt kann man die Scheibe auch als CD kaufen.

Lohnt sich das?

Zunächst: Metallica nennen die Produktion der Songs „Rough Mixes“. Was aber tatsächlich ganz hervorragend ist. Denn im Gegensatz zu der von Rick Rubin völlig vermurksten LP clippt und verzerrt die EP nicht, und hört sich rauer, lebendiger und echter an.

Alle vier Songs sind um die sieben Minuten lang; bei manchen hätte die Hälfte auch gereicht. Man kann klar erkennen, dass sie aus der Death Magnetic-Zeit kommen; ich bilde mir allerdings auch ein, Load/ReLoad herauszuhören.

„Hate Train“ ist als Opener auch der stärkste Song. Aber „hate is a train“ gehört sicher nicht zu Hetfields stärksten Lines. Ansonsten gefällt die Dynamik und die schnellen Riffs.

„Just A Bullet Away“ zieht sich. Und war endlos. Und dann fängts nochmal an. Und bleibt dabei vollkommen unspektakulär. Ulrich nimmt mit seinen Tom-Beats jeglichen Drive aus dem einen Riff, und mit seinem monotonen Punk-Geprügel jedes Leben aus dem anderen.

„Hell And Back“ dagegen zeigt eine andere Seite von Metallica. Der Mid-Tempo-Song ist zwar heavy, hat aber in großen Teilen eher einen Hard Rock-Feel – zu dem der Hauptriff leider nicht mehr passt.

„Rebel Of Babylon“ erscheint inkonsequent. Der Song startet akustisch und leise, um dann in langweilige High-Speed-Riffs überzugehen. Das interessante ist, wie Hetfield seine Stimme für Melodien benutzt. Das Hammett-Solo dürfte das schlechteste sein, das ich jemals von ihm gehört habe – eine Aneinanderreihung von zusammenhanglosen zwei-Takt-Abschnitten.

Beyond Magnetic hat mich ratlos zurückgelassen. Natürlich ist es für den die-hard-Fan interessant zu hören, welche Songs eben nicht auf ein Album kommen, andererseits hat das natürlich auch seine Gründe. Die vier Songs auf der EP zeigen ein paar akademisch interessante Seiten, geben aber nicht viel her. Die Riffs sind oft zu einfach, die Texte zu einfallslos. Natürlich können es Metallica immer noch besser als viele andere, aber die guten Zeiten sind vorbei.

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2 Antworten to “Metallica: Beyond Magnetic (EP, 2012)”

  1. Texas Says:

    Lieber Clipping als scheiß Komposition! Death Magnetic ist um Längen besser als diese EP.

  2. Anonymous Says:

    so ein scheiss was du da redest. die EP ist echt gut

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