Archive for the ‘Bücher’ Category

Review: Stephen King – 11/22/63 (Der Anschlag)

4. Januar 2012

Trotz seiner kurzen Amtszeit bleibt John F. Kennedy einer der bekanntesten und beliebtesten amerikanischen Präsidenten. Sein schillernder Lebensstil und seine sorgsam konzertierte sympathische Art gewannen die Herzen der Wähler außer denen der härtesten Rightwinger.

1963 erschoss Lee Harvey Oswald den Präsidenten. Viel wurde spekuliert über die Zukunft, die es nie gegeben hat – wäre Kennedy mit einer vollen oder ganzen zwei Amtszeiten trotzdem zur Legende geworden? Stephen King hat sich dieses Themas angenommen – in einem neuen Brocken von Buch.

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Jasper Fforde – Shades of Grey (2010)

5. Februar 2011

Ist Dystopie ausgelutscht? Nach Brave New World, Fahrenheit 451, 1984, Matrix und einer ganzen Menge anderer düsterer Zukunftsvisionen dachte ich, dass es kein Szenario mehr gibt, an das noch nicht gedacht wurde. Basis all dieser Fantasien ist immer der totalitäre Staat, die Trennung von Gesellschaften oder sozialen Stufen, die komplette Überwachung von oben, und meistens das Unwissen um seine eigene Position als Zahnrädchen im System.

Als ich den Klappentext von „Shades Of Grey“ las, war ich fasziniert. Die Idee dahinter: Menschen werden in der Zukunft nach ihrer Farbwahrnehmung aufgeteilt. Im England der Mitte des dritten Jahrtausends sind alle Menschen mehr oder weniger farbenblind – sie sehen höchstens eine oder zwei Farben. Farbe selbst kann synthetisch hergestellt werden und ist eine wertvolle Ressource. Und Löffel sind begehrte Wertgegendstände.

(Oh! Das hier ist übrigens der hundertste Artikel auf klapperstrauss.com. Vielen Dank an unsere Leser, ohne die dieses Blog nur ein Blog ohne Leser wäre.)

Jasper Fforde Shades of Grey

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Stephen King – Christine (1983)

12. Oktober 2010

Obwohl „Christine“ zu den wohl bekanntesten Romanen von Stephen King zählt, habe ich es noch nicht gelesen – und das, obwohl mein Bücherregal überquillt vor King-Büchern.

Im Bahnhofsbuchladen schrie es mich also an. Das Buch, meine ich.


Ich habe die deutsche Übersetzung von Bodo Baumann gelesen.

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Elisabeth Rank: Und im Zweifel für dich selbst

14. September 2010

Lene und Tonia sind jung, aber keine Teenager mehr. Beide studieren in Berlin und zwar schon lange genug um es Alltag nennen zu können. Jede hat ihre Wohnung oder WG und eine feste Beziehung. Die Welt ist da um genossen zu werden. Das Leben läuft wie es laufen sollte mit Mitte zwanzig.

Dann wird Lenes Freund Tim überfahren.

Jetzt ist nichts mehr wie es sein sollte. Plötzlich verliert das Leben seine Unschuld und erwachsen sein bedeutet ernste Probleme meistern.

Tonia reagiert als beste Freundin und verlässt mit Lene im Gepäck spontan die Stadt, in der alles an Tim erinnert und in der jeder nur Mitleid hat. Ohne Ziel und ohne Plan fahren die beiden aufs Land und landen am Ende am Meer.

Elisabeth Ranks Roman erzählt eine kleine Geschichte, von einem großen Ereignis für ihre Protagonistinnen. Die 200 Seiten erstrecken sich nur über die wenigen Tage von Tims Tod bis zur Beerdigung. Auf den ersten Blick scheint nicht viel zu passieren, doch für die beiden Studentinnen passiert in dieser kurzen Zeit doch sehr viel. Es geht um den ersten großen Verlust im Leben und den Zwang damit umgehen zu müssen.

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John Irving – Last Night In Twisted River (2009)

1. September 2010

Ich finde es immer schwierig, über Literatur zu schreiben. Mir gehen überdetaillierte Analysen von Charakteren, am besten noch mit Bezug auf die Vita des Autors, schwer auf die Nerven. Letztlich sollte es um die Geschichte gehen.

In „Last Night In Twisted River“ erzählt John Irving eine Geschichte.

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Matthew Stover – Luke Skywalker und die Schatten von Mindor

3. August 2010

Was passiert, wenn man Amateur-Literaturkritik mit der Verkörperung der Nerd-Kultur mischt?

Ich rezensiere „Star Wars – Luke Skywalker und die Schatten von Mindor“.

sw

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Christoper Brookmyre – Pandaemonium

16. Juni 2010

Wer geschriebenen schottischen Akzent nicht entziffern kann, dem sei von Brookymre abgeraten. Wer aber eine Vorliebe für schwarzen Humor, detailreiche Charaktere und die charmante Vermischung von B-Movie-Plots mit kritischer Gesellschaftsbeobachtung hat, dem seien seine Werke wärmstens ans Herz gelegt.

Die letzten fünf Bücher, die ich gelesen habe, sind von Christopher Brookmyre. Pandaemonium war das beste.

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